Serene Wood ist Soeders erste eigenständige holzige Duftfamilie. Seine Komposition schafft Weite und Wärme, ohne dabei jemals schwer zu wirken.
Wir haben mit Eva Eckhardt darüber gesprochen, wo der Duft seinen Ursprung nahm, wie sie mit natürlichen Rohstoffen arbeitet und weshalb eine holzige Komposition weit mehr bedeutet, als einfach nur den Duft eines Waldes einzufangen.
Wo hat Serene Wood für dich begonnen?
Die Idee begann mit dem Thema Introspektion. Ich liess mich von der Schweizer Arve inspirieren, die auch als „Königin der Alpen“ bezeichnet wird und für ihre bemerkenswerte Fähigkeit bekannt ist, unter schwierigen Bedingungen zu bestehen – ähnlich wie ein Mensch, der in der Einsamkeit innere Stärke findet. Dieses Gefühl der inneren Stille habe ich mit der Lärche verbunden, deren sich verändernde Nadeln für Wandel und Erneuerung stehen. Die beiden Bäume sind in vielerlei Hinsicht Gegensätze und schaffen gerade dadurch ein harmonisches Gleichgewicht.
Holz kann warm, trocken, grün, rauchig oder harzig riechen. Welche Facette von Holz wolltest du mit Serene Wood erforschen?
Ich wollte einen ruhigen und stillen, holzigen Duft kreieren – einen, der sich vom tiefen, erdigen Charakter entfernt, der häufig mit holzigen Düften verbunden wird, und stattdessen ein Gefühl von Offenheit, Ruhe und Weite vermittelt. Ich wollte die harmonische Seite von Holz erforschen – seine Fähigkeit, ein Gefühl von Zugehörigkeit und Erdung zu schaffen und uns ganz im Hier und Jetzt ankommen zu lassen.
Wie würdest du Serene Wood jemandem beschreiben, der den Duft noch nie gerochen hat?
Ein holziger Duft, der weit statt dicht wirkt – eine Komposition, die zur Reflexion, Ruhe und bewussten Wahrnehmung einlädt.
Zypresse, Alant und Szechuanpfeffer bilden den Auftakt. Was bringen sie in den Duft?
Sie verleihen dem Holz eine leichte, aromatische und lebendige Facette. Die Zypresse bringt eine frische, grüne Qualität, während der Alant eine subtile, trockene Süsse beisteuert. Der Szechuanpfeffer ergänzt eine tiefere, komplexe, zitrusartige Facette und verleiht dem Auftakt einen hellen und zugleich spannenden Charakter.
Wie erzeugen Schwarzkiefer, Zedernholz, Buddha-Holz und Vetiver Tiefe, ohne dass der Duft schwer wirkt?
Ihre Kombination erzeugt weniger Tiefe als vielmehr ein Gefühl von Weite und Räumlichkeit. Zusammen verleihen sie dem Duft einen warmen, offenen Charakter und lassen die holzigen Noten lebendig und weit wirken, ohne schwer zu werden.
Die Kampagne verbindet natürliche Materialien mit Architektur. Siehst du Parallelen zwischen dem Aufbau eines Duftes und dem Aufbau eines Raumes?
Absolut. Beides schafft ein Gefühl von Identität und ist eng mit der Idee von Zuhause verbunden. Ein Raum kann uns Geborgenheit geben, uns erden und uns zur Ruhe kommen lassen – und genauso kann ein Duft eine Atmosphäre schaffen, die Introspektion, Ruhe und innere Stille fördert.
Serene Wood wird auch als Room Spray lanciert. Was passiert, wenn sich derselbe Duft von der Haut und dem Waschbecken in einem Raum bewegt?
Ein Duft muss unterschiedliche Qualitäten hervorheben, je nachdem, ob er auf der Haut oder in der Luft erlebt wird. Deshalb passen wir die Komposition an die jeweilige Anwendung an. Der Duft bleibt dabei klar erkennbar derselbe, während wir die Eigenschaften hervorheben, die für die jeweilige Anwendung am besten funktionieren.
Was bringt Serene Wood in das bestehende Soeder Duft Portfolio?
Serene Wood ergänzt das Soeder Portfolio um einen echten holzigen Duft, interpretiert diese Duftfamilie aber auf eine typisch Soeder Art – natürlich, vielschichtig und etwas unerwartet. Besonders gefreut hat mich, endlich einen eigenständigen, holzigen Duft entwickeln zu können, da diese Richtung in unserem Portfolio lange gefehlt hat.





